läuft am 28. September 2008 mit der Startnummer 9011 in Berlin im blauen Shirt den Marathon für seine beiden Söhne Marvin und Louis
- lief am 24.09.06 den Berlin-Marathon mit der Startnummer 26865 - lief am 30.09.07 den Berlin-Marathon mit der Startnummer 25711 - lief am 06.05.07 den Hannover-Marathon mit der Startnummer 616 als "Blauer Weihnachtsman"
Ergebnis: Berlin-Marathon 2006: 5:49, Platz 29.426 in AK M35 Hannover-Marathon 2007 5:18 Platz 188 in AK
Jahrgang 1968 aus Soltau/Niedersachsen, Dipl. Verwaltungswirt (FH), Kommunalverwaltung.
Meine Motivation diesen Lauf mitzumachen, ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Grade jetzt, da ich regelmäßig mit (Trainings-) Schmerzen in den Beinen vorm Rechner sitze, frage ich mich selbst, warum ich das eigentlich mache. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Ex und einen regelmäßigen Kontakt zu meinen beiden Söhnen. Die Art und Weise wie sie ihre Mutterrolle lebt, kann ich nur unterstützen. Ihre Entscheidungen teile ich, insbesondere da sie die wesentlichen, die Kinder betreffenden Entscheidungen vorab regelmäßig mit mir bespricht. Ich würde im Grunde oft genauso handeln wie sie. Von daher habe ich eigentlich Glück gehabt. Aber ist Familie ein Glücksspiel?
Zum Zeitpunkt der Trennung von meiner Familie studierte ich Öffentliches Recht an einer Fachhochschule. Mit dem Auszug, bzw. dem Einzug in meine neue Wohnung bekam ich Post vom Jugendamt und von ihrer Anwältin. Ich konnte den Inhalt beider Briefe nicht nachvollziehen, waren die Anschuldigungen darin doch haltlos und aus der Luft gegriffen. Um die Vorwürfe und die Absichten näher einschätzen zu können, holte ich mir die Informationen, die mir über die Fachhochschul-Bibliothek zugänglich waren. Neben den einschlägigen Gesetzen hatte ich dort Kommentare und entsprechende Urteilssammlungen. Oftmals habe ich die Hände überm Kopf zusammengeschlagen und mich gefragt, wie es nur soweit kommen konnte und warum es keiner verhindert hat.
In mehreren Gesprächen mit meiner Ex und auch mit meinem Anwalt stellte ich fest, dass sich die anwaltliche Kommunikation gelegentlich verselbstständigt, vermutlich um eine bessere Ausgangsposition für eine Klage oder eine Klageabwehr zu bekommen. Es schien, als ob die Kinder gar nicht mehr im Mittelpunkt stünden, sondern mehr finanzielle Gründe ausschlaggebend waren. Natürlich war das für mich auch nicht unwichtig, da ich in meiner Vaterrolle in den Gesetzen, den Urteilen und den Kommentaren, ausschließlich auf die Erfüllung von Unterhaltsansprüchen reduziert wurde. „Vater sein" muss aber mehr sein, als die Erfüllung von Unterhaltsansprüchen!
Nun denn, ich erfülle diese Ansprüche und kann feststellen, dass ich darüber hinaus kaum noch Möglichkeiten habe, anderes zu tun. Väterliche Arbeits- und Unterhaltsverpflichtungen lassen keinen Raum für das, was Mütter für sich beanspruchen. Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung, Wünsche oder Träume, selbst der Versuch nach dem Scheitern einer Beziehung einen neuen „Versuch Familie" zu unternehmen, werden durch das „Recht" der Mütter für die betroffenen Väter im Keim erstickt. Dies liegt heute meiner Meinung nach aber gar nicht mehr an den Müttern selbst, sondern vielmehr an dem Rechtssystem, dass in hohem Maße frauenorientiert über Jahrzehnte gestaltet wurde. Ich frage mich, warum diese Auswüchse von keinem verhindert wurden.
Wenn nun meine Söhne möglicherweise in weniger als zehn Jahren selbst in einer viel schlimmeren Situation sein können als ich heute, will ich sagen können, dass ich das geahnt und versucht habe es zu verhindern. Ich will versuchen Steine aus dem Weg zu räumen auf dem Weg, den meine Söhne irgendwann beschreiten. Vor diesem Hintergrund laufe ich nicht nur für meine beiden Söhne. Ich laufe für ein gleichberechtigtes und gleichverpflichtetes Familien- und Unterhaltsrecht und gegen die frauenorientierte Helferindustrie. Ich laufe für die Zukunft meiner Söhne in einem System, dass den Vater als Teil der Familie berücksichtigt und ihm genauso Chancen lässt, wenn es warum auch immer beim ersten Mal nicht klappt.
So lassen sich die Mühen beim Training ertragen. Und ich werde weitere Läufe machen, werde weiter Petitionen schreiben und werde weiterhin an Demonstrationen teilnehmen, damit ich irgendwann auf die Frage, warum ich es nicht verhindert hätte, sagen kann, dass ich es zumindest versucht habe und nicht mit der Schulter zucken muss.
Bericht aus der Boehme Zeitung vom Samstag, 14. April 2007, Seite 3 im Lokalteil:
"Mütterzentren sind von gestern" Wolfgang Erwin als blauer Weihnachtsmann
Wolfgang Erwin protestiert vor dem Soltauer Mütterzentrum im blauen Weihnachtsmannkostüm gegen eine nach seiner Überzeugung bestehende Diskriminierung von Vätern.
Soltau. "Mütterzentren sind von gestern, die Zukunft sind Familienzentren", findet Wolfgang Erwin. Der 38 jährige Soltauer fordert ein "gleichberechtigtes Familienrecht", protestiert gegen eine "Diskriminierung von Männern und Vätern". Um auf diese Forderung aufmerksam zu machen, stand er gestern Nachmittag im blauen Weihnachtsmannkostüm als Mahnwache vor dem Soltauer Mütterzentrum. Den dort fand ein "Cafe für junge Mütter" statt - "und wo bleiben die Väter?", fragte sich Erwin. Wolfgang Erwin ist Mitglied der Initiative "Papa-Lauf". Deren Mitwirkende nehmen kostümiert an Marathonläufen teil und wollen so für ein kinder- und väterfreundliches Familien- und Unterhaltsrecht in Deutschland eintreten. Der "blaue Weihnachtsmann" ist dabei laut Erwin Symbol für zwei Millionen Kinder in Deutschland, die Weihnachten ohne ihre Väter feiern müssen, weil die jeweiligen Mütter den Kontakt der Kinder zu den Vätern verweigern. Kinder benötigen aber beide Elternteile, so der Soltauer. Das Recht auf einen ungehinderten Zugang dürfe von niemanden eingeschränkt werden. Das Müttercafe "zeigt eindrucksvoll, wie neben der Politik auch kommunale Einrichtungen, die aus öffentlichen Mitteln gefördert werden, Väter öffentlich diskriminieren", kritisierte Erwin. Seiner Ansicht nach müsste schon in der Einladung zu solch einer Veranstaltung beide Elternteile angesprochen werden.
- lief den Marathon in Hannover mit der Startnummer 616 am 6. Mai 2007 in 5:18
Tolle Leistung Wolfgang!
nach dem Hamburg Marathon, hier mit Liedermacher Michael Pfennig
Wolfgang Erwin
WolfgangErwin (at) gmx.de
Jahrgang 1963 Beruf: hab ich auch, ist aber nicht so wichtig. - lief am 28. September 2008 mit der Startnummer 25812 in Berlin im blauen Shirt den Marathon für Sohn Sascha
Allen Lesern herzlichen Dank für das Interesse und das Lesen meiner kleinen Lebensgeschichte.
Bewusst
bin ich mir schon, dass das hier nur in kleiner Abriss der letzten
Jahre sein wird und ich die Vorkommnisse auch nur aus meiner Sichtweise
darstellen kann.
Es geht hier um eine Familie und leider auch
um eine Frau, die über die Trennung hinaus vergessen hat, dass wir
immer eine Familie bleiben, auch nach einer vollzogenen Trennung.
Familie
in einer anderen Form, die, wenn sie vernünftig vollzogen wird, für
jedes Kind eine Bereicherung darstellen kann. Es geht hier um das Beste
was Eltern haben, nämlich um unsere Kinder und da werden,
leider, immer Gefühle und subjektive Empfindungen eine sehr große Rolle
spielen.
Leider stand unsere Beziehung und die
Geburt meines Sohnes unter einem nicht so guten Stern, aber mein Gefühl
befahl mir die Geburt unseres Kindes als Chance zum Neuanfang zu sehen
und deshalb habe ich redlich versucht, zu retten was wohl gar nicht
mehr zu retten war.
Das Kind als Rettung unserer Beziehung!?
So
wurde ich während der Schwangerschaft zwischen meiner Verantwortung für
unseren kleinen Sohn und der immer stärker werdenden und kaum noch zu
übertreffenden Gefühllosigkeit der werdenden Mutti hin- und her
gerissen.
Aber ich war voll dem Glauben mir durch Engagement
und Fürsorge wenigstens etwas Anerkennung oder Achtung verdienen zu
können. Leider konnte ich meine Hoffnungen auf eine bessere und wieder
glücklichere Beziehung bald gänzlich begraben. Das mütterliche
Interesse am Vater sank rapide. Ich schob es auf die Erkenntnis, das
bei manchen Frauen während der Schwangerschaft die Hormone verrückt
spielen sollen.
Dann endlich, am 26.04.99 wurde unser Sohn in Oranienburg geboren.Eine Woche später als der berechnete Termin.
Ich
brachte die Mutter gegen 6 Uhr Morgens ins Krankenhaus. Die vor Ort
anwesende Hebamme war zwar der Meinung, dass das Kind noch nicht so
weit ist, aber mein freundlicher Hinweis auf die doch vorhandenen Wehen
und die 7 Tage über der Zeit veranlassten sie doch zu einer
eingehenden Untersuchung. Ergebnis: „ Kind ist unterwegs“
Um Punkt 10 Uhr war er dann da, unser Sohn, den ich vom ersten Tag an liebte.
Bei
der Geburt unseres Sohnes durfte ich nicht anwesend sein, die Mutter
wollte es nicht. Ich konnte das nicht verstehen und ihre damaligen
Argumente verstehe ich bis heute nicht, aber ich musste das
akzeptieren.
Ich hatte das schon vom Gesetz her zu
akzeptieren: Die Mutter allein entscheidet, wer bei der Geburt dabei
sein darf und wer nicht.
Die ersten 12 Wochen war
ich auch ständig, wenn ich nicht gerade Dienst hatte, bei Mutti und
Kind und habe mal abgesehen, das das mit dem Stillen unseres Jungen von
meiner Seite aus nicht wirklich funktioniert, vom Wickeln bis zum
füttern, über spielen und kuscheln gleichermaßen für Sascha gesorgt. In
der Nacht aufzustehen und das Fläschchen vorzubereiten und den Kleinen
zu füttern, kenne ich nicht nur vom Hörensagen. Dabei mit Sascha im Arm
einzuschlafen ist natürlich auch vorgekommen.
Dann zog die
Mutter ins 500 km entfernte Land mit den vielen Bergen. Es gab
Telefonate und Bitten meinerseits doch zurückzukommen, schon im
Interesse des Kindes.
Ich hoffte darauf, dass sich
"Schwieger"-Mutter und Tochter (meine Frau), so wie immer, bald über
haben werden und sie dann wieder zu mir zurückkommt.
So geschah
es dann auch und ca. 6 Monate später waren sie und der Junge wieder da.
Ich war glücklich, dass unser Junge wieder zu Hause war und hoffte auf
einen wirklichen Neubeginn.
Da es bei Sascha
auch gesundheitliche Probleme gab, waren Arztbesuche ziemlich häufig.
Auch wenn es oft von Mitarbeitern des Jugendamtes Oranienburg belächelt
wurde, sie können mir glauben, es nimmt auch einen, damals, 37-jährigen
Mann ziemlich mit, wenn das Kind schreit, weil es eine Spritze bekommt
oder wieder unangenehme Untersuchungen gemacht werden müssen. Es
gipfelte dann darin, dass unser Sohn operiert werden musste. Mir war
bekannt, dass ein Elternteil mit ins Krankenhaus darf. Die OP war
nichts großes, aber ich war schon der Meinung, dass es für ein Kind gut
und wichtig ist, wenn ein Elternteil an seiner Seite ist.
Mama wollte nicht.
Wörtlich
sagte sie mir damals: „das ist doch Quatsch und auch nicht nötig. Sie
müsse schließlich arbeiten und wenn ich meine, dass die Anwesenheit
eines Elternteiles nötig ist, dann müsse ich eben mitfahren“.
Mutti Ann…. war nicht gewillt, unserem Sohn im Krankenhaus die Hand zu halten oder eventuell zu trösten.
Ich
erinnere mich heute noch an die vielen Kilometer, die ich mit Sascha
(im Bauchgurt tragend) und den Hunden durch die Wälder und Wiesen
gestreift bin. Oft habe ich ihm erzählt, was so für mich der Sinn des
Lebens ist und oft ist er dann auf der Wiese eingeschlafen. Es war eine
schöne Zeit.
Nur leider ohne Mutter. Mama hatte an unseren ausgedehnten Wanderungen kein Interesse.
Die Zeit verging, wir führten keine umwerfende Beziehung, es entwickelte sich mehr oder weniger eine Zweckgemeinschaft.
Trotzdem
beschlossen wir, zu heiraten. Auch in diesem Entschluss sah ich die
Chance zum Neubeginn unserer Beziehung. Welch Blödsinn - aber man(n)
klammert sich an jeden Strohalm, wenn Man(n) eine Beziehung retten
möchte.
Um diese Situation zu kompensieren, begann ich wieder mit dem Laufen. Unser Sohn war jetzt 3 Jahre alt.
Es gab mal eine Zeit, in der ich sportlich permanent auf hoher Stufe gehalten wurde.
Ich
erinnerte mich, wie gut mir das Joggen tat und wie sehr es half,
Probleme zu verarbeiten und meine innere Ruhe wieder zu finden.
Nun schlich sich bei mir das Gefühl ein, Sascha kommt zu kurz.
Guter Rat war schnell da. Vielleicht lernt er ja das Radfahren recht schnell und dann kann er ja mitkommen.
Als unser Sohn dann 3,5 Jahre alt war, konnte er mehr oder weniger gut Radfahren und bestritt seinen ersten Kinderwettkampf.
Von
nun an war er bei den meisten meiner Trainingsläufe dabei und strahlte
wie ein Kullerkeks, wenn es ihm gelang, seinen Vater mit dem Rad zu
überholen und dann mit Worten wie: „Papa ist ja lahm, oder fang mich
doch …. wenn du kannst“ zu ärgern!
Schon alleine
über die viele Zeit, die ich nun mit unserem Sohn verbrachte, ärgerte
sich meine Frau extrem, aber anstatt sich uns anzuschließen, gab es
Streit um den Sinn oder Unsinn meines Umgangs mit Sascha. Der Streit
wurde immer heftiger, von Tag zu Tag traten mehr Dinge in den
Vordergrund, die für meine Frau unerträglich wurden. Auch für mich war
es ein Leben geworden, was ich so nicht mehr führen wollte, dazu war
ich nicht bereit. Lange hatte ich überlegt. Fast ein Jahr brauchte ich,
den Entschluss, mich zu trennen, umzusetzen.
Glauben sie mir,
diesen Entschluss macht man sich nicht leicht. Man grübelt Tag und
Nacht. Fragen wie "was wird werden, was wird Sascha sagen?" spuken
immer und immer wieder durch den Kopf.
Aber das Gefühl, dass
unsere Ehe nicht mehr zu retten ist, wurde für mich immer stärker.
Dann, nachdem unsere Gespräche immer leerer wurden, die gegenseitigen
Vorwürfe immer mehr, wurde mir schmerzhaft klar, dass dieses
Leben nicht das Leben ist, was ich leben will oder könnte.
Ein letztes einfaches Gespräch, sollte es werden.
Ich
stellte es mir so leicht vor. Meine Frau, hochintelligent, wird mich
und meine Sichtweise verstehen und ich war mir zu 100% sicher, dass wir
zu denen gehören, die sich friedlich trennen.
Bitter wurde ich
enttäuscht. Für meine Frau brach, was ich nie glaubte, eine Welt
zusammen und die Vorstellung, dass ich mich doch nun Tatsache von ihr
trennen würde, ließ sie zu Rache – Hochform auflaufen.
Verbal Angriffe meiner Frau wurden heftiger. Sätze, wie:
- „Den Jungen, der nur ihr und sonst niemand gehört, würde ich nie mehr zu sehen bekommen“.
- „Ich bin schließlich ein Scheiß – Vater, der sie und den Sohn verlassen will und sie im Stich lässt und verstößt“.
-
„Aber so nicht, schließlich trennt man sich nicht von IHR und wenn
doch, würde ich das bereuen, sie zieht jetzt weg. Zu ihren Eltern und
den Jungen werde ich nicht mehr zu sehen bekommen. Sascha gehört ihr!
Punkt aus, so einfach war das“.
Es begann ein 4 Jähriger Streit um das Recht des Jungen, ihm beide Elternteile zu erhalten.
Ein Streit, bei dem ich erfahren musste, wie systematisch ein Vater durch das Jugendamt seelisch kaputt gemacht werden sollte.
Ein
Streit, bei dem ich zwangsweise eine Psychologin kennen lernte, die so
offensichtlich Partei für meine Frau nahm, dass ich Angst bekam.
Alleine die Vorstellung, wie viel Leid ihr Gutachten über Sascha und
mich brachten, ist nicht zu beschreiben. Die Vorstellung, wie viele
Kinder und Väter an dieser Gutachterin scheitern, ist unvorstellbar.
Ihre Gutachten, die das "Kindeswohl" ganz nach vorne stellen, spotten
jeglicher Beschreibung.
Ich konnte den Inhalt ihres Gutachtens
nicht nachvollziehen, waren die Anschuldigungen darin doch haltlos und
aus der Luft gegriffen und fast wörtlich Anschuldigungen, die eindeutig
von meiner Frau kamen und nur im schönen Gutachterdeutsch wiedergegeben
wurden - natürlich mit den dazugehörenden Begründungen.
Zusätzlich wurden mir von der Mutter und ihrer Familie „Straftaten“ unterstellt. Man
scheute dabei auch nicht, Taten und Vorwürfe an den Haaren herbei zu
ziehen, Anzeigen wurden durch die zuständige Pol.-Behörde aufgenommen,
durch die Anwältin ans Gericht weitergereicht und das nur um die
Position der Mutter zu stärken und zu unterstützen und mich in ein
schlechtes Licht darzustellen. Alle diese Vorwürfe wurden eingestellt und stellten sich letztendlich allesamt als Unwahr heraus.
Beides hochproblematisch und schlecht für den Job, den ich ausübe.
Glück
hatten wir, Sascha und ich, mit der für unseren Fall zuständigen
Richterin. Den Ausführungen der Frau K. vom Jugendamt und der
Gutachterin Frau B. Schne… aus Berlin wollte sie nicht wirklich folgen.
Dank ihr kam es letztendlich auch zu einen Vergleich, der zwar hinkt,
aber ein Kompromiss ist, mit dem Sascha und ich leben können.
Nicht leben kann meine Ex – Frau damit. Ihr Hass gegen mich ist kaum zu beschreiben.
- Mach ich etwas mit Sascha, ist es falsch, - mache ich weniger, ist es falsch, - Übe ich mit ihm, ist es falsch, - Übe ich weniger, ist es falsch, - Bezahle ich seine Aktivitäten, ist es falsch, - Bezahle ich nicht, bekomme ich Vorwürfe, weil ich eben nichts bezahle, - Hat sie Erziehungsprobleme, heißt es: kümmere dich, rede mit ihm… - Rede ich dann mit ihm, habe ich es nicht richtig gemacht.
Ich
bin heute zu der Meinung gekommen, dass es nicht um die Kinder
vordergründig geht, sondern ausschließlich um die Erfüllung von
Unterhaltsansprüchen.
Meine Vaterrolle wird in den Gesetzen,
Urteilen und den Kommentaren zu den Gesetzen auf die Erfüllung von
Unterhaltsansprüchen reduziert.
Das kann’s doch aber nicht sein!
„Vater
sein" muss doch aber auch nach der Trennung mehr sein, als die
Erfüllung von Unterhaltsansprüchen und die eventuelle Absicherung der
Mutter. Es kann doch nicht sein, dass nur die finanziellen Gründe
ausschlaggebend sind und die Kinder gar nicht mehr im Mittelpunkt
stehen.
Meine Motivation diese >>Papa-Läufe<< mitzumachen, ist nicht mit wenigen Worten zu beschreiben.
Ich weiß nicht mehr wie und auch nicht wann ich Ralf, den Initiator vom Papa – Lauf kennen lernte.
Irgendwie
sind wir sportlich zusammengekommen, Ralf und ich, und ich musste
schmerzlich feststellen, dass es viele Väter in Deutschland gibt, die
verzweifelt und hoffnungslos sind und die ihre Kinder nicht sehen
dürfen oder können, weil es von den Müttern, dem JA oder den
zuständigen Richtern so angeordnet wurde. Begründung: dieser Vater ist Kindeswohlgefährdend.
Deutschland
ist anscheinend bevölkert von 1.000.000 monströsen Vätern, die allesamt
nur eines im Sinn haben: ihre Frauen zu schlagen und mit ihrer
Anwesenheit zu erschrecken und weiterhin, wenn man es nicht verhindert,
wird der Mann die Kinder schlagen und danach verspeisen.
Die
Mitarbeiter der JÄ. sind offen für solch Schwachsinn und anstatt
vernünftig dem wirklichen Kindeswohl entsprechend zu arbeiten,
übernehmen sie solche Aussagen der Mütter recht gern, bauschen sie
auf und haben das Totschlagargument: „Kindeswohlgefährdender Vater“
schon parat.
Oft frustriert von den vielen Terminen und
Gesprächen mit den Jugendamtsmitarbeitern nahm ich meine neue Freundin
zu etlichen Gesprächen mit. Für sie, eine Frau und Mutter von
Zwillingen ist, geschahen unvorstellbare Dinge. Tatsachen werden
verdreht. Vorschläge, wenn sie vom Vater kommen, ohne Begründung
abgelehnt. Das Urteil der JA – Mitarbeiter steht schon vorher fest.
Kann man sich als Mann und Vater nicht richtig verkaufen, hat man
unweigerlich verloren.
Ob nun immer die Frauen daran schuld
sind, wenn umgangsrechtliche Probleme seltsame Formen annehmen oder ob
es an einem veralteten Familienrechtssystem liegt, dass im extremen
Maße frauenorientiert ist und dem Wunsch des Vaters nach >>Vater
sein<< im Keim erstickt, sei hier mal dahingestellt. Fakt ist
eines und diese Frage sei erlaubt, warum hat kein Familienminister auch
nur Ansatzweise über diese veraltete Familienrecht nachgedacht und
begonnen es Familiengerecht umzugestalten?
Ich laufe jedenfalls weiter, werde an Wettkämpfen teilnehmen um auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen.
Ich
möchte für meinen Sohn laufen, damit er, wenn er erwachsen ist und es
bei ihm eventuell zur Trennung kommt, ein gerechtes
familienorientiertes Rechtssystem vorfindet.
Ich laufe für Sascha und seine Zukunft
Eine
Zukunft in einem Rechtsstaat, dass den Vater als Teil der Familie sieht
und ihm genauso, wie der Frau und Mutter, Chancen einräumt, auch wenn
die erste Ehe oder das erste Zusammenleben ohne Trauschein zerbricht.
Eines
Tages wird Sascha diese Zeilen lesen und wird erfahren und hoffentlich
verstehen, das wir Papa–Läufer, weder Spinner noch Irre sind (wie
seine Mutter uns gerne tituliert) die der Mutter, das Recht auf die
alleinige Bestimmung über das Kind absprechen wollen. (originaler
Wortsatz der Mutter)
Ich hoffe er versteht, dass der
Papa–Lauf, oder auch der Familienlauf oder Väter–Lauf, die einzige
rechtsstaatliche Möglichkeit ist, auf ein schreiendes Unrecht
aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass man ein Urteil nicht einfach
so zu akzeptieren hat.
So und wer nach dem Lesen dieser Zeilen noch nicht genug hat, kann ja mal auf unsere Sportseite vorbeischauen. Unter www.diestolperndenschildkröten.de findet man mehr über meine neue zusammengestückelte Familie.